H&M-Filiale mit Trauer und Protest konfrontiert

H&M
Bild: Allgemeines Syndikat FAU Köln

Am Samstag, 18. Januar 2014, beteiligten sich ca. 30 Exil-Kambodschaner und nochmal so viele "übliche Pappenheimer" - wie es ein üblicher Bulle durch den Funk gab - an einer Blockade von H&M in der Kölner Schildergasse. KEAs waren auch dabei.

Seit Wochen streiken die Näherinnen und Näher in Kambodscha, die Marken-Firmen wie H&M, Adi­das, Levi’s, Nike und Puma zuliefern. Ihre Forderung ist ein Mindestlohn in Höhe von 160,- Dollar pro Monat. Anfang Januar wurde in Kambodscha von der Militärpolizei auf die Streikenden geschossen. Es gab Tote und zahlreiche Verletzte, deren Blut nunmehr die weißen T-Shirts bei H&M tränkt.

Die Transparente, die Flyer, die Kerzen, die vielen Menschen, vielleicht auch das Gebet des kambodschanischen Mönches sollten Anregung genug sein, wenigstens für einige Stunden den Kaufrausch zu unterbrechen. Selbst eingefleischte H&M-Kunden sollten sich in der Pflicht sehen, sich um das Wohl der Herstellerinnen ihrer Klamotten zu sorgen, wenn es die Geschäftsführung des Ladens schon nicht tut.

Die meisten Kunden machten einen großen Bogen oder informierten sich und drückten Solidarität und Verständnis aus. Diejenigen, die mit Gewalt und dummen Sprüchen durchbrachen und lautstark zum Ausdruck brachten, dass es ihnen scheißegal ist, welcher Sklave für wie viel Geld seine Klamotten produziert, waren heute unter sich. Der Laden war ziemlich leer. ... Und es stank fürchterlich!

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