Oury Jalloh – Solidarische Grüße nach Dessau

Submitted byKEA on13. Januar 2012 - 18:51

Die KEAs protestieren entschieden gegen den brutalen Angriff der Polizei auf die Gedenk-Demonstration in Dessau anlässlich des 7. Todestages von Oury Jalloh, der unter ungeklärten Umständen, fixiert an einer Matratze, im Polizeigewahrsam Dessau verbrannte. Wir wünschen den Angehörigen und engagierten Freunden Oury Jallohs viel Kraft und Beharrlichkeit!

Vor sieben Jahren verbrannte Oury Jalloh im Polizeigewahrsam Dessau. Die Umstände, die zu seinem Tod führten, sind bisher unklar. Sich widersprechende und haarsträubende Aussagen diensthabender Polizisten während des bisherigen Prozesses geben genügend Anlaß für die fürchterlichsten Spekulationen. Freunde Oury Jallohs sagen: "Das war Mord!" und bekunden damit zunächst eine rechtlich zulässige Meinung.

Von dieser Meinungsfreiheit durften die Engagierten der Kampagne auch stets öffentlich Gebrauch machen. Bei der diesjährigen Gedenk-Demonstration war alles anders.

Bereits im Vorfeld gab es polizeiliche Versuche der Einschüchterung gegen die Initiatioren der Demo, wobei es sich mehrheitlich um Schwarzafrikaner handelt. Zahlreiche Zeugen wollen bestätigen, dass gegen diese Initiatioren während und nach der Demonstration seitens der Polizei regelrecht Jagd gemacht worden sei. Mouctar Bah wurde bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert. Zusammengeschlagen von der Polizei. Von vielen anderen Verletzten wurde berichtet, u.a. durch den Einsatz von Kampfgas, dessen Anwendung 'Notwehr' und 'Rechtfertigungsgründe' bedingt. (Den verniedlichenden Begriff "Pfefferspray" können sich Polizisten und Politiker auf's Brot streuen!)

Solidarität!

Polizeiliche Repression trifft uns alle und macht die Anständigen wenigstens betroffen. Wer sich die WDR-Doku "Die Story - Tod in der Zelle" anschaut, wird womöglich schockiert und erstaunt sein, was er zu sehen und hören bekommt.

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