Das Jobcenter Kalk kann es nicht lassen

Submitted byjlk on4. November 2011 - 14:28

Da legt jemand Widerspruch gegen einen Ablehnungsbescheid ein. Das ist zwar erlaubt, aber nicht erwünscht. Wer widerspricht, hat am Ende auch noch Recht und die hochwohllöbliche Behörde müsste den Bescheid ändern und damit vielleicht auch noch die eigene Fehlbarkeit eingestehen.

Das geht nicht! Zumindest nicht im Jobcenter Kalk.

Da gibt es einen feinen Trick: Man bestellt den Widerborst zu einem Gespräch in die von (wie gerade ja noch gesehen) fachkundigem und freundlichem Wachpersonal geschützen Tempel der sozialen Wohlfahrt ein. Zweck des Termins: Gespräch über den Widerspruch.

Dieses Vorgehen hat Vorteile:

Erstens: Im Gespräch kann man denjenigen sicher schon von der Aussichtslosigkeit des Widerspruchs überzeugen. Der nimmt ihn dann zurück und eine gerichtliche Überprüfung ist damit ausgeschlossen. Feine Sache!

Zweitens: Vielleicht hat derjenige ja gar keine Lust vorbei zu kommen und den Widerspruch zu besprechen. Tja, dann gibt es eine Sanktion. Denn selbstverständlich versieht man die "Einladung" mit einer Rechtfolgenbelehrung. Ein Unding? Nicht in Kalk!

Drittens: Vielleicht überlegen sich die Widerborste ja, ob sie nochmals Widerspruch einlegen und vielleicht deshalb eine Sanktion riskieren sollen. Das wäre dann ja schon perfekt, nicht?

Das Jobcenter Köln-Kalk ist schon sehr kreativ, wenn es um Recht und Gesetz geht!