Hansi Hirsch bedankt sich!

Submitted byhansi hirsch on29. Juli 2010 - 18:47

Liebe ARGE Mülheim,

ich fühle mich zutiefst geehrt, ja gerade zu emotional berührt aufgrund des Engagements ihres Sicherheitspersonals. Als KEA ist man ja an eine gewisse Prominenz in ihrem Hause gewöhnt, aber einen solch warmen Empfang wie heute habe ich selten erhalten.

Ich begleitete eine Frau zu ihrem Termin. Als wir den Wartesaal betraten, stand schon das Sicherheitskomitee bereit, um für Recht und Ordnung zu sorgen. Man hörte das Wehklagen über den Umstand, dass die Eingangszentrale jetzt schon jedes mal Alarm schlagen müsse, dass es schon SO WEIT gekommen wäre.

Als wir aufgerufen wurden, stürmte die emsige Sicherheitsdrohne zur Bürotür der PAP und bat sie um ein kurzes Gespräch unter 4 Augen - die Bürotür wurde wieder verschlossen. Jetzt wurde mir bewusst, dass mir dieses Übermaß an Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Ich fühlte mich zutiefst geehrt und wäre fast vor Gerührtheit und Scham im Erdboden versunken. Nach ein paar Minuten ging die Tür wieder auf und wir durften in die heiligen Hallen, wie auf einem roten Teppich gebettet, schreiten.

Durch die Wand geriet man durch den Anblick eines großen Strandgemäldes mit weißem Sandstrand, kristallklarem, tiefblauem Wasser, Palmen und einer Hängematte ins Träumen. Selten war die Atmosphäre in einem ARGE-Büro so entspannt.

Unsere PAP wollte nicht lange um den heißen Brei herum reden und drückte direkt ihre Bestürzung und Betroffenheit darüber aus, dass wir ihr unterstellen würden, sie würde uns nicht ausreichend und gut beraten, da ein Widerspruch eingelegt wurde, um die Unterschrift unter einer Eingliederungsvereinbarung zurückzuziehen. Sie erklärte uns ausführlich ihre Arbeitsweise, und dass es sich wohl um ein bedauerliches Missverständnis handeln müsse und dass wir dies nun klären werden. Zu ihrer Unterstützung würde sie noch einen Kollegen dazuziehen. Ich erklärte, dass dies ja nur fair sei und wir setzten uns entspannt an den Verhandlungstisch.

Dann handelten wir in gemütlicher Atmosphäre eine neue, klare Eingliederungsvereinbarung aus. Währenddessen hörte man aus dem Nebenzimmer die Schreie eines wohl sehr aufgebrachten Erwerbslosen. Unsere PAP schloß die Tür und entschuldigte sich herzlichst für diese Störung. Ich bekundete, dass es ja nicht Ihre Schuld sei und wir lächelten uns an.

Der junge, dynamische Kollege, welcher zur Unterstützung hinzugezogen wurde, verwies auf einen Termin und verabschiedete sich, da er wohl merkte, dass wir auch ohne ihn Spaß haben.

Dann plauderten wir noch ein Weilchen über die Situation und wurden förmlich und höflich quasi dazu gezwungen, uns doch bitte extra 14 Tage Bedenkzeit zu nehmen, um sich nochmal über die Richtigkeit der Eingliederungsvereinbarung beraten zu können.

Ich möchte an dieser Stelle meine tiefe Dankbarkeit über die schier unendliche Gastfreundschaft und Güte der ARGE Mülheim kundtun. Heute war ein großer Tag. Bemängeln könnte man lediglich das Fehlen von Snacks, Getränken und Knabbereien, ansonsten bin ich jedoch hoch zufrieden und vergebe die Bestnote 1+ mit Sternchen und Glitzer. Warum denn nicht immer so?