Kölner Maßnahmeträger werfen der ARGE schlechte Finanzplanung vor

Submitted bytgr on18. Juli 2009 - 22:56

„Die Beschäftigungsträger, die Langzeitarbeitslose bei ihren Ein-Euro-Jobs betreuen und qualifizieren, sind im Mai überraschend darüber informiert worden, dass ihnen vorerst keine weiteren Arbeitslosen mehr zugeteilt werden. In der Arge ist das Geld für die Integrationsjobs knapp geworden, obwohl es keine Kürzungen im Gesamtetat gibt. Für Volkmar (Kolping-Bildungswerk) und Schulz (Zug um Zug) ist das Ausdruck einer schlechten Finanzplanung der Arbeitsverwaltung. „Wo ist der Jahresetat geblieben?“, fragt Volkmar.“

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger

 
Kommentar

Es ist schon etwas befremdlich zu sehen, dass ausgerechnet die Profiteure der Arbeitslosigkeit ihrem „Spezi“, dem Chef der ARGE, an den Karren fahren. Müller-Starmann war nämlich bis vor seiner Ernennung zum Geschäftsführer u.a. „[...] Vorstandsvorsitzender der BAG Arbeit e.V., ein Zusammenschluss der 400 größten Beschäftigungs- und Bildungsträger [...]“ (mehr unter: ELO-Forum). Aber bei Geld hört ja bekanntlich die „Freundschaft“ auf. Deswegen wirken die Krokodilstränen, die nun von Seiten der Kölner Armutsindustrie vergossen werden, auch so unecht. Besonders die letzte Aussage im KStA-Artikel („Bei uns herrscht gedämpfte Untergangsstimmung.“) trieft nur so vor Selbstmitleid. Als ob irgendein Erwerbsloser diesen Ausbeutungsbetrieben eine Träne nachweinen würde.

Positiv festzuhalten bleibt auf jeden Fall, dass die Zuweisung in 1-Euro-Jobs vorerst gestoppt ist. Müller-Starmann hat damit wohl das erste Mal, wenn auch eher unfreiwillig, im Sinne derjenigen Menschen gehandelt, die in seiner Behörde schönfärberisch als „Kunden“ bezeichnet werden.