Kölner Erwerbslosen-Anzeiger

Onlineausgabe

Das Problem heißt Verdrängung

Die steigenden Mieten in Köln treffen auch jene Menschen, denen der Staat die Kosten der Unterkunft bezahlt.

Menschen müssen einen immer größeren Anteil ihres Einkommens für Miete aufbringen, und viele werden schließlich an den Stadtrand verdrängt. Das betrifft vor allem normalverdienende Familien und Singles, Bezieher*innen von Hartz IV und Studierende.

In Köln ist fast jeder zweite für eine Sozialwohnung berechtigt, aber nicht einmal sieben Prozent der Wohnungen sind Sozialwohnungen. Es fehlen viele bezahl-
bare Wohnungen außerhalb des sozialen Wohnungsbaus. Der Wohnungs-
notstand hat sich über viele Jahre aufgebaut.

verdraengung

AUFRUF zur Demonstration:
Das Problem heißt Verdrängung!

17. Juni 2017 um 16 Uhr

Wagenplatz "Wem Gehört Die Welt"
Krefelder Str. 0, 50670 Köln

'Ich, Daniel Blake' bei den KEAs und den Naturfreunden

Gespeichert von KEA am 19. April 2017 - 20:40

Ich, Daniel Blake
Zum Vergrößern anklicken.

Daniels Widerspruch:
"Ich bin weder ein Klient, ein Kunde, noch ein Leistungsempfänger.
Ich bin kein Drückeberger, kein Schnorrer, kein Bettler und kein Dieb.
Keine Sozialversicherungsnummer und kein Pünktchen auf dem Bildschirm.
Ich habe meine Beiträge gezahlt.
Niemals einen Penny zu wenig und darauf bin ich stolz.
Ich werf‘ mich nicht vor anderen in den Dreck.
Ich schaue meine Nachbarn an und helfe ihnen, wenn ich kann.
Nach Almosen zu trachten, ist mir fremd.
Ich heiße Daniel Blake.
Ich bin ein Mensch und kein Hund.
Als solcher verlange ich mein Recht.
Ich verlange respektvollen Umgang.
Ich, Daniel Blake, bin ein Bürger.
Nicht mehr und nicht weniger."

Filmvorführung am Donnerstag, den 27. April 2017, um 19 Uhr.

Kosten der Unterkunft

Gespeichert von KEA am 1. Dezember 2016 - 17:16

Ab 1. November 2016 gelten neue Richtlinien für die Kosten der Unterkunft in der Stadt Köln.
Das Jobcenter Köln erkennt als generell angemessene Größen/Kosten (Mietrichtwert) für die Nettokaltmiete (Grundmiete plus kalte Nebenkosten) an:

1 Person 50 qm/522 Euro
2 Personen 65 qm/633 Euro
3 Personen 80 qm/753 Euro
4 Personen 95 qm/879 Euro
5 Personen 110 qm/1.004 Euro
6 Personen 125 qm/1.130 Euro
7 Personen 140 qm/1.256 Euro
je weitere Person jeweils zuzüglich 15 qm/126 Euro

Hinzu kommen Heizungskosten und eventuell Warmwasserkosten.
An Heizkosten können bis zu 1,30 Euro pro qm als angemessen übernommen werden, an Warmwasserkosten bis zu 0,30 Euro pro qm, insofern Warmwasser außerhalb der Wohnung aufbereitet wird.

Nachwievor hat die Stadt Köln kein schlüssiges Konzept erstellt. Vielmehr hat sie ersatzweise die aktuellen Richtwerte aus der Wohngeldtabelle abgeleitet. Weiterhin gilt angesichts des knappen Wohnraums in Köln, auch höhere Unterkunftskosten durchzusetzen.

Siehe auch: Kosten der Unterkunft (KdU)

Einladung zur Jahresabschlussfeier

Die KEAs laden zu ihrer Jahresabschlussfeier am Freitag, den 16. Dezember, im Saal des Naturfreundehauses Köln-Kalk in der Kapellenstraße 9a ein.

Der Aufbau beginnt ab 17:00 Uhr, Essen gibt es ab ca. 19:30 Uhr. Es wird u.a. ein veganes ungarisches Gulasch und polnisches und einheimisches Bier geben. Der Eintritt ist genauso wie die Getränke und das Essen frei. Salate und andere Leckereien dürfen aber gerne mitgebracht werden.

Wir suchen noch Menschen, die an diesem Abend Musik machen möchten. Über Vorschläge würden wir uns freuen!

Einladung zur KEA-Party

Gemeinsam feiern, grillen, quatschen, ...
Einfach mal den grauen Alltag vergessen – Wir laden Dich ein, zusammen mit uns eine bunte Grill-Party zu feiern!

Wann ist es soweit?
Am Freitag, den 12.08.2016, beginnt um 17:00 Uhr der Aufbau. Die Party startet dann um 19:00 Uhr.

Hilfe, mein Veedel hat Gentrifizierung

Am Sonntag, den 24.07.2016, um 15:00 Uhr findet vor der Brache des Kartäuserwall 14 in der Kölner Südstadt ein politisches Straßentheater-Stück mit dem Titel »Hilfe, mein Veedel hat Gentrifizierung – der Hüstenanfall« statt.

Einladung StraßentheaterWorum geht es?
Wohnraum in der Südstadt wird immer teurer. Im Rausch des großen Geldes werden Häuser aufgekauft und die langjährigen Mieter*innen vertrieben. Anfang September 2015 traf es eine Familie im Kartäuserwall. Sie mussten ausziehen, um Platz für Luxus-Neubauten zu machen. Um den Abriss zu verhindern und günstigen Wohnraum zu erhalten, wurde das Haus besetzt. Nach fast einem Monat räumte jedoch die Polizei das Gebäude.

Eine Laientheater-Inszenierung der Kampagne »Kartäuserwall ist überall« erzählt vor der Brache die Geschichte der Verdrängung und des Widerstandes gegen die Gentrifizierung.

Opfer zum Täter gemacht

Gespeichert von KEA am 4. September 2015 - 18:42

Mit der Klassenjustiz an seiner Seite hat das Jobcenter immer recht. Ein Radiobericht über eine unglaubliche Gerichtsposse in Leipzig, in der das Opfer zum Täter gemacht wurde:

Zwei Erwerbslose wollen im Jobcenter Leipzig Dokumente übergeben, unter Zeugen und mit Eingangsbestätigung. Nach längerem Warten in der Schlange wird der Schalter in genau jenem Moment geschlossen, als sie an der Reihe sein sollen. Nach kurzer Diskussion alarmiert die Mitarbeiterin den Wachdienst. Gleich darauf liegt ein Erwerbsloser mit Handschellen gefesselt am Boden. So geschehen am 2. Mai 2014, jetzt wurde verhandelt.

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