Ralph Boes in Bonn

Am 29.11.2012 in der Werkstatt für Friedenserziehung, Wittelsbacherring 22 in 53115 Bonn. Einlass ab 19 Uhr, Beginn 19:30 Uhr.

Mit einem "Brandbrief" machte er auf sich und sein Anliegen aufmerksam. Dann brachte er sich durch seine (selbst)bewusste und demonstrative Verweigerungshaltung gegenüber dem Jobcenter in die Schusslinie. Finanzielle Sanktionen waren die Folge, das Jobcenter Berlin Mitte hatte das ALG 2 um 90 Prozent gekürzt.

Ralphs Ziel ist es, auf diesem Weg eine direkte Betroffenheit herzustellen, die ihm ermöglichen könnte, 'Hartz IV' vor das Bundesverfassungsgericht zu bringen. Nicht, um dort über die Höhe des Regelsatzes zu streiten, sondern um das Gesetz als Ganzes und seinen Kontext zur grundgesetzlich verankerten Menschenwürde in Frage zu stellen.

Am 23. Tag seines Sanktionshungerns - wie Ralph es nennt - nahm das Jobcenter seinen Sanktionsbescheid wieder zurück. Warum genau, geht aus dem Schreiben nicht hervor. Es könnte sich um Formfehler handeln, andere Spekulationen vermuten eine Strategie des Jobcenters, einen verfassungsgerichtlichen Präzedenzfall zu verhindern.

Die Kampagne wird unterstützt von der Berliner Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen, wo man ihren aktuellen Verlauf verfolgen kann.