Klassenausflug nach Köln-Marienburg

Villa in Marienburg

Die KEAs laden ein zum Sonntagsspaziergang. Wir folgen dem Ruf des Geldes. Am 4. November 2012, 14:00 Uhr, Treffpunkt: Bismarck-Turm, Haltestelle Bayenthalgürtel (KVB-Linie 16, Bus 130).

Villa in MarienburgWo Banker, Unternehmer und Pressefürsten in ihrer eigenen Welt leben. Wo die wundersame Verwandlung von öffentlichen Geldern in privaten Reichtum und kommunale Schulden geschieht. Wo die Stadt Köln geplündert und am Rad der ganz großen Politik gedreht wird. Wo seit 150 Jahren beinahe die selben Familien an der Macht sind. Wo Gärtner, Haushaltshilfen, Privatlehrer, Zimmermädchen, Wachleute, Hausmeister mitunter ein völlig aus dem Ruder gelaufenes Bonzenpack bedienen müssen, als würden wir noch in der Feudalzeit leben. Wo 374 € Hartz-IV-Regelsatz nicht mal die Kosten für den Swimmingpool decken dürften.

Es gibt Menschen, die hausen, andere wohnen (noch), wieder andere residieren. Die Kölner Superreichen haben ihren Stammsitz in Marienburg.

Folgen wir dem Ruf des Geldes, schauen wir uns mal an, wohin das Vermögen der Allgemeinheit abfließt (durch Schuldendienste, Steuerpolitik und Vergabe öffentlicher Aufträge). Und zwar seit über 150 Jahren, weitgehend ungestört durch epochale Regimewechsel – ob von Bismarck zu Hitler, ob von Adenauer zu Schröder und Merkel.

Villa in MarienburgWir erzählen euch Geschichten, Anekdoten und Hintergründe zu folgenden Stationen: Bismarck-Turm, Burschenschaft Germania, Palais Oppenheim (heute Gerling), Evangelisches Gemeindehaus (Luther meets SA), Zumwinkel-Villa, Anwesen Otto Wolff von Amerongen. Außerdem sehen wir den vergleichsweise bescheidenen Wohnort des Harald Schmidt, passieren den Palast der Gräfin von Ullmann und die Hütte der Familie Schütte.

Alle Fotos von Hans-Dieter Hey (R-mediabase)