Es geht doch!

Gespeichert von jlk am 25. Juli 2008 - 11:50

Die Vorgeschichte war langweilig wie immer: Jemand unterschreibt eine Eingliederungsvereinbarung, deren Inhalt er nicht versteht. Er glaubt an eine Vermittlung und in Wirklichkeit hat er es mit einem 1-€-Job zu tun.

Nun wandte er sich an uns und wir (KEAs und Freunde) marschierten zur ARGE. Der PAP hatte keine Zeit und sah sich sowieso ausser Stande, etwas zu entscheiden, also ging es zum Teamleiter.

Seltsamerweise mögen es die meisten Teamleiter nicht, wenn 9 Personen in ihr Zimmer stürmen. Angeblich sei nur ein Beistand erlaubt. So auch hier. Wir verhandelten daher auf dem Flur. Uns macht das ja nichts aus, denn was wir wollen ist ja Öffentlichkeit!

Nach einigem hin und her (und immer grösser werdenden Augen der anderen Hartz-IV-Geschädigten auf dem Flur), kam es zu einer Einigung: Der Betroffene muss den 1-€-Job nicht antreten und über die Eingliederungsvereinbarung wird demnächst neu verhandelt.

Da die Firma, die sich an Hartz-IV-Geschädigten bereichert, praktischerweise gleich gegenüber ihr Unwesen treibt, marschierten wir auch gleich dort hin, um Bescheid zu sagen, dass wir (und vor allem der Betroffene) heute nicht kommen.

Wir nutzten die Gelegenheit, um den dort versammelten 1-€-Kandidaten die Rechtslage und unsere Aktionsmöglichkeiten zu eräutern und boten Hife an. Wir denken schon, dass einige nächsten Montag den Weg in unsere Beratung finden werden.

Vielen lieben Dank an die ARGE, der kleine "Betriebsausflug" hat richtig Spass gemacht!