Kölner Erwerbslosen-Anzeiger

Onlineausgabe

Geld von der ARGE Süd

Hunderte Erwerbslose nun mit Grundsicherung

Seit Wochen, manche seit Monaten, sind wohl tausende von Erwerbslosen ohne Geld gewesen. Dies hat sich seit heute Morgen (05.01.2009) etwas geändert. Ca. 20 Menschen zogen in Dunkelheit und Kälte, mit Piratenfähnchen (gab's wohl heute im Discount) zur Arge Süd, um nicht nur gegen diesen unhaltbaren Zustand zu protestieren, sondern auch die entsprechenden Zahlungen einzufordern.

'Zahltag!' XXL in Köln – Eine Rückschau

Zahltag-Transparent

Eine Woche Proteste an Kölner ARGEn und Jobcenter. Eine Woche gelebte Solidarität – Zeit für eine Rückschau.

Bereits seit 2007 machen engagierte Menschen gemeinsam mit selbst- und unorganisierten Erwerbslosen in Köln mit der Aktion 'Zahltag!' von sich Reden, wenn unterschiedliche ARGE- bzw. Jobcenter-Standorte und bisweilen einzelne Träger so genannter 1-Euro-Jobs kurzerhand okkupiert werden und ihr Geschäft bisweilen empfindlich gestört wird.

In der ersten Dezemberwoche 2008 war es die vierte große Kölner 'Zahltag!'-Aktion und das vollmundig angekündigte „XXL“ war keineswegs zu viel versprochen.

Am Montag ging's los, als fast 100 Menschen mit Musik und Volxküche entschlossen ins Foyer der Kölner Haupt-ARGE in der Luxemburger Str. eindrangen. Kam es früher bei derlei Gelegenheiten schon Mal zu Eskalationen mit der Polizei, hielt diese sich diesmal vornehm zurück, war aber doch zahlreich anwesend.

Das Berufsinformationszentrum (BIZ) der Arbeitsagentur wurde erst wenige Tage zuvor von einem großflächigen Farbanschlag heimgesucht. Ein Mitarbeiter der ARGE beziffert den Schaden auf 12.000 Euro. Und er muss es wissen, da es sich um einen Wiederholungsfall handelt. Der Anschlag stehe im Zusammenhang der Werbeveranstaltungen der Bundeswehr, die regelmäßig im BIZ junge Erwerbslose zum Kriegsdienst rekrutieren möchte.

Der neue Kölner Erwerbslosen-Anzeiger ist erschienen

Gespeichert von KEA am 27. November 2008 - 18:32

Kölner Erwerbslosen-Anzeiger

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In der Printausgabe des KEAs ist uns leider ein bedauerlicher Fehler unterlaufen:
Der richtige Paragraph im Zusammenhang mit den Beistandsdiensten auf Seite 3 ist § 13 - SGB X und nicht § 12 - SGB X. In der PDF-Ausgabe ist dies korrigiert worden.

Arbeitsagentur Köln hilft Leiharbeitsfirma beim Kündigen

Gespeichert von KEA am 27. November 2008 - 17:27

„Am 31. Oktober hatte Adecco bei der Arbeitsagentur einen Antrag auf Massenentlassung eingereicht. Nach den gesetzlichen Regelungen über die sogenannte „Regelsperrfrist“ hätten bis zum 30. November keine Kündigungen ausgesprochen werden dürfen. Durch Kungelei in der Arbeitsagentur Köln hatte Adecco die Verkürzung dieser Entlassungssperre auf Kosten der Beschäftigten auf den 29. November durchgesetzt, so dass schon zum 30. November gekündigt werden konnte anstatt erst zum 31. Dezember.“

Quelle: Neue Rheinische Zeitung

ARGE Köln-Süd verlangt „Bettlägerigkeitsbescheinigungen“

Gespeichert von KEA am 19. November 2008 - 12:04

Wie die KEAs heute in der ARGE Köln-Süd erfahren mussten, verlangen MitarbeiterInnen, einschließlich TeamleiterInnen bis hin zur Standortleiterin zusätzlich zu Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von Bedürftigen sogenannte „Bettlägerigkeitsbescheinigungen“ bzw. ärztliche Atteste.

Dieses Handeln ist uns auch bereits aus der Beratung nur zu gut bekannt. Diese Vorgehensweise ist aber eindeutig rechtswidrig. Zwei der ARGE-Mitarbeiter, mit denen wir darüber sprachen, verlangten von uns für ihr aberwitziges Vorgehen den Beweis der Rechtswidrigkeit. „Wir machen so lange weiter, bis wir es - schwarz auf weiß - haben.“ (O-Ton)

Die Caritas erhebt schwere Vorwürfe gegen die ARGE Köln

Gespeichert von KEA am 18. November 2008 - 17:10

„Die Referentin der Caritas für Armutsfragen, Michaela Hofmann, wirft der Arge Köln unter anderem so etwas wie Rechtsbeugung vor. Sie soll Hartz 4 Empfänger und andere hilfsbedürftige Menschen einfach an private Organisationen oder Vereine verwiesen haben, statt selbst zu helfen.“

Quelle: Radio Köln 107,1

Bundesregierung watscht Kölner ARGE ab

Pressemitteilung / Die KEAs e.V. vom 14.11.2008

Bundesregierung rügt ARGE Köln

Die Hürden, bei der ARGE (zuständige Arbeitsgemeinschaft für die Umsetzung von Hartz IV) in Köln einen entsprechenden Antrag auf das so genannte Arbeitslosengeld 2 zu stellen, wurden mit der strategischen Neuausrichtung im Sinne der Unternehmsberatung 'Roland Berger' sukzessive erhöht. Bis zu drei oder gar mehr Termine sind mitunter notwendig, bis Betroffene den Antrag endlich zur Berechnung ihrer Leistungen abgeben dürfen, womit sich nicht selten auch die erste Auszahlung verzögert und so Mancher gar entnervt das Handtuch wirft.